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Geschmacksangaben auf dem Etikett

Die auf dem Etikett von Wein und Schaumwein, wie Sekt, Champagner und Prosecco, angegebene Geschmacksrichtung bzw. Geschmacksangaben hilft bei der Auswahl des passenden Produkts. Sie bieten dir eine gute Orientierung, die richtige Flasche nach deinem persönlichen Geschmack oder einem bestimmten Anlass auszuwählen.

Was bedeuten die Geschmacksangaben bei Wein und Sekt Flaschen?

Die Geschmacksrichtung, die auf dem Etikett angegeben ist, hilft bei der Auswahl des richtigen Produkts. Bezeichnet ist das Getränk als „Trocken“, „Halbtrocken“ oder „Süßlich“. Oft werden auch noch mehrere Charakteristika genannt: zum Beispiel „frisch“ und „saftig“.

Für Wein und Sekt gelten verschiedene Rechtsempfehlungen und Vorschriften unterscheiden sich für die Weinsorte. Die Geschmacksrichtungen sind bei Schaumwein zudem breiter gefächert.

Wein wird in insgesamt vier Geschmacksrichtungen eingestuft. Die Angabe auf dem Etikett ist nicht vorgeschrieben, aber üblich. Diese Definition stimmt mit der Einstufung gemäß dem Weingesetz überein.

Was bedeutet die Angabe „trocken“ auf dem Etikett der Geschmacksangaben?

Trockene Weine wie Riesling haben einen niedrigen Gehalt an Restzucker, da sie fast oder vollständig durch gegoren sind. Die Restsüße liegt bei diesen Weinen bei höchstens 4 g/l. Das Gesetz erlaubt die Bezeichnung „trocken“ jedoch auch bei einem etwas höheren Restzuckergehalt von maximal 9 g/l. Der Säuregehalt des Weins darf dann jedoch höchstens 2 g/l unter dem Restzuckergehalt liegen. Ein Primitivo zum Beispiel gilt nicht zwingend als trocken, dennoch wird die Säure schneller wahrgenommen.

Was bedeutet die Angabe „halbtrocken“ auf dem Etikett der Geschmacksangaben?

Bei halbtrockenen Weinen darf die Restsüße bei maximal 12 g/l liegen. Ausnahmen gelten auch hier: Liegt der Säuregehalt höchstens 10 g/l unter dem Restzuckergehalt, darf dieser bei halbtrockenem Wein bis zu 18 g/l betragen.

Was bedeutet die Angabe „lieblich“ auf dem Etikett der Geschmacksangaben?

Der Restzucker von lieblichen Weinen muss über dem von halbtrockenem Wein liegen, darf aber 45 g/l nicht übersteigen.

Was bedeutet die Angabe „süßlich / edelsüß“ auf dem Etikett der Geschmacksangaben?

Ein Wein darf erst dann als süß bezeichnet werden, wenn der Restzuckergehalt bei über 45 g/l liegt.

Was bedeutet die Geschmacksangaben bei Schaumweine, wie Sekt, Champagner und Prosecco?

Bei Schaumwein wie Sekt, Champagner und Prosecco gelten trotz Überschneidungen bei den Geschmacksbezeichnungen andere Grenzwerte für die Restsüße als bei Wein. Der Grund hierfür ist die enthaltene Kohlensäure: Sie mildert die Süße deutlich ab. Die Angabe auf dem Etikett ist bei Schaumweinen vorgeschrieben.

– Brut nature: Maximal 3 g/l Restzucker
– Extra herb (extra brut): Maximal 6 g/l Restzucker
– Herb (brut): Maximal 15 g/l Restzucker
РExtra trocken (tr̩s sec): 12 bis 20 g/l Restzucker
– Trocken (sec): 17 bis 35 g/l Restzucker
– Halbtrocken (demi-sec): 35 bis 50 g/l Restzucker
– Mild (doux): Mehr als 50 g/l Restzucker

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